Fachbeiträge

Information Design in den Geschäftsberichten der DAX 30 Unternehmen

Die Studie "Information Design in den Geschäftsberichten der DAX 30 Unternehmen" gibt Auskunft über die aktuelle Praxis in der externen Berichterstattung und zeigt in welchen Bereichen der Visualisierung Verbesserungen möglich sind. Die Ergebnisse zur aktuellen Praxis beinhalten eine vollständige Erhebung aller verwendeten Diagramme zur Visualisierung von Geschäftszahlen der Geschäftsberichte (Geschäftsjahr 2013 bzw. 2012/13). Weiters zeigt die Studie die Effizienz und Effektivität ausgewählter Diagramme auf Basis von Eye Tracking. Die Berichtspraxis in den DAX 30 Unternehmen ist sowohl innerhalb eines Unternehmens als auch im Vergleich untereinander sehr heterogen. Dabei werden teilweise ungeeignete Formen der Visualisierung eingesetzt. Eye Tracking deckt diese ungeeigneten Visualisierungen auf und liefert gleichzeitig hilfreiche Inputs für eine wahrnehmungsoptimierte Gestaltung von Diagrammen und Tabellen. Damit können wertvolle Erkenntnisse abgeleitet werden und das in den Unternehmen übliche „Trial and Error“-Prinzip in der Berichterstattung überwunden werden.

 

Die vorliegende Studie gibt Hinweise für eine wahrnehmungsoptimierte Gestaltung von Berichten und zeigt gleichzeitig, dass es dabei mehrere geeignete Möglichkeiten der Visualisierung gibt. Es bleibt Raum für individuelle Gestaltungen, denn es gibt keine „One Size Fits All“-Lösung.

 

Der Ergebnisbericht ist auf der der Webseite der KPMG als PDF-Datei zum Download verfügbar.


Reporting Design – Status quo und neue Wege in der Gestaltung des internen und externen Berichtswesens

Reporting Design – Status quo und neue Wege in der Gestaltung des internen und externen Berichtswesens

Wie sieht ein optimal gestalteter Finanzbericht aus? Es gibt nur wenige Unternehmen, die sich in den vergangenen Jahren nicht diese Frage stellen mussten oder aktuell nicht vor der Aufgabe stehen, ihr internes Reporting bzw. ihre Geschäftsberichte zu optimieren. Dies hat einen einfachen, aber wichtigen Grund. Führungskräfte in Unternehmen und externe Kapitalgeber haben heute eine große gesellschaftliche Verantwortung. Mit ihren Entscheidungen gestalten sie die weltweite wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Die Qualität ihrer Entscheidungen beruht maßgeblich auf den ihnen zur Verfügung stehenden Informationen. In unserer datengeprägten Geschäftswelt wird die Informationsversorgung dieser Personengruppen von umfangreichen, quantitativen Berichten dominiert. Unternehmensintern in Form von Managementreports wie Monats- oder Quartalsberichten, nach außen vor allem durch die veröffentlichten Geschäftsberichte.

 

Die vorliegende Studie ist Teil eines gemeinsamen Forschungsprojektes von KPMG, pmOne und dem Studiengang Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement (CRF) der FH OÖ in Steyr. Ziel des Projektes ist die Entwicklung von Gestaltungsrichtlinien, die Management- und Geschäftsberichte nachweislich schneller und besser lesbar machen. Die vorliegende Studie ist empirischer Ausgangspunkt des Gesamtvorhabens und gibt erstmals einen umfassenden Überblick über die heute gängige Praxis in der internen Monatsberichtsgestaltung und der externen Geschäftsberichterstattung österreichischer Unternehmen.


Wahrnehmungsoptimierte Gestaltung von Information-Dashboards auf Basis von Eye Tracking-Analysen

Information-Dashboards präsentieren dem Management wichtige Unternehmenskennzahlen in kompakter und übersichtlicher Form, machen Zusammenhänge transparent, visualisieren Entwicklungen und unterstützen so die Entscheidungsfindung. So weit die Theorie.

 

In der Praxis jedoch verfehlen sie vielfach aufgrund ihrer mangelhaften Gestaltung die gewünschte Wirkung. Im Forschungsschwerpunkt Reporting Design des Studiengangs Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement (CRF) an der FH OÖ in Steyr werden Information-Dashboards werden mittels Eye Tracking geprüft und Empfehlungen zur wahrnehmungsoptimierten Gestaltung entwickelt. Damit können Unternehmen die Effektivität, Effizienz und Attraktivität ihres Reportings messbar steigern.


Neue Wege im Reporting Design – Messbare Resultate erzielen statt Dogmen nachhängen

In der datengeprägten Welt, in der wir heute leben (Stichwort Big Data), sind Informationen und deren visuelle Aufbereitung wichtiger denn je. Mit Hilfe von Eye Tracking lässt sich die Qualität der Berichtsgestaltung objektiv messen und signifikant verbessern. Der Studiengang Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement (CRF) an der FH Steyr hat im Forschungsschwerpunkt „Reporting Design“ in über 1.000 Experimenten erforscht, wie Menschen Berichtsinformationen (insbesondere Diagramme und Tabellen) verarbeiten und welche Gestaltungsprinzipien Berichte leicht lesbar und verständlich machen.

 

Der Beitrag kann über die Webseite der Zeitschrift "Business Reporting" beim Erich Schmidt Verlag gekauft werden.


Kennzahlen in Berichten richtig gestalten

Wirtschaftliche Entscheidungen werden heute primär auf Basis von Kennzahlen getroffen. Die Entscheidungsqualität wird dabei nicht nur maßgeblich von den zur Verfügung stehenden Informationen beeinflusst, sondern insbesondere auch von der Aufnahmefähigkeit dieser durch die Entscheidungsträger. Damit Informationen von Menschen effizient und effektiv wahrgenommen werden können spielt die visuelle Aufbereitung eine bedeutende Rolle. Der Beitrag „Kennzahlen in Berichten richtig gestalten“ stützt sich auf umfangreiche Eye Tracking-Studien des Forschungsschwerpunkts Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement (CRF) an der FH Steyr und zeigt, wie man Kennzahlen in Diagrammen und Tabellen wahrnehmungsoptimiert gestaltet. Mit der Umsetzung der Empfehlungen können Wahrnehmungsverzerrungen und die Wahrnehmungsdauer signifikant reduziert werden. Dadurch können sich Führungskräfte auf den wichtigen Prozess der Entscheidungsfindung konzentrieren.

 

Der Beitrag ist 2014 im Buch "Financial Reporting 2.0" (Christian Engelbrechtsmüller / Helmut Kerschbaumer (Hrsg.)) im Linde Verlag (ISBN: 9783714302578) erschienen.


Englische Fachbeiträge

Impression Management in Annual Reports of the Largest European Companies

Graphs are powerful tools which affect a reader’s impression and decision making. However, graphs in annual reports have a long tradition of being designed in order to give a more favourable impression of the company’s performance. The main contribution of this research is that it adds to our understanding of how large listed companies in Europe choose to use and misuse graphical representation. This comprehensive study investigates annual reports of the top 50 European companies listed in the fortune 500 index. Company reports are analysed over a period of seven years resulting in 4,683 graphs. The authors investigate the development of the three major areas of impression management– selectivity, graphical measurement distortion and presentational enhancement – individually by company as well as collectively for the entire sample. The main findings are that topics displayed, and how they are presented, significantly change over time and that graphs are much more likely to exaggerate positive trends than to understate them. Additionally, it can be found that longer time sequences (>5 years) almost exclusively depict favourable trends (86%) and graphical measurement distortions are applied on purpose for both KFV as well as for non-KFV (around 30% in all years). This study contributes to the research field of impression management by answering the quest for more longitudinal studies and offers an extended focus while examining not only KFV but all variables depicted in annual reports.

 

This article has been published in Journal of Applied Accounting Research.


Report Optimization using Visual Search Strategies – An Experimental Study with Eye Tracking Technology

The success of visualizations is determined by the ability of users to retrieve relevant information in an effective and efficient way. The way in which information is perceived can be analyzed by examining visual search strategies of users. Visual search strategies in graphical representations however, are individual and have not been well explored up to now. Recent studies show that eye tracking experiments help in gaining new insights into these strategies. Apart from error rates and task completion times, eye tracking focuses on the way observers of visualizations read and make sense of the presented stimulus. In this way sequential strategies can be analyzed, compared and used in order to optimize graphical layouts. In this study we use the approach of Parallel Scan Path visualization in combination with Levenshtein Distance to determine similarities between search strings when viewing graphical representations in standardized business communication. This study shows a positive correlation between search strategies and task completion time and allows the evaluation of different design layouts. Positive significant effects can be detected when examining experience (with respect to standardized and repetitive reporting) and layout optimization (with respect to graphical representations and page layout). Optimal search strategies can be identified when users are experienced and using an optimized layout.

 

Published in: Proceedings of the IVAPP 2015.


Visual Representation of Information as an Antecedent of Perceptive Efficiency: The Effect of Experience

Visual representation of information is ubiquitous, from traditional management reports via dynamic management cockpits to modern 3D and 4D visualizations of ‘big data’. Little is known about how the perceptive efficiency of such a visual representation can be predicted ex-ante. The visualization/task complexity nexus is widely accepted to be a solid foundation of such a predictive model, albeit evidence points to a variety of additional factors, including data complexity, visual complexity, spatial ability, and experience. While most of these factors can be readily operationalized, the construct of experience is vastly under-researched in this context. In this paper we tests the influence of the aforementioned factors on the perceptive efficiency of visualization – given a certain task complexity – by using experiments and structural equation modelling. In addition we look at four different conceptualizations of experience. The adjusted R2 of the model is 39% and all four proxies of experience are significant at the p<0.01 level, albeit with some paradoxical findings.

 

Published in Proceedings of the HICSS 2016.


Improving Information Perception of Graphical Displays – an Experimental Study on the Display of Column Graphs

Due to the fact that the quality of decisions is linked to the availability of information and to the ability of the human brain to process this in an effective and efficient way, its selection and representation are of major importance in business communication. Graphs and tables are widely used to transform raw data into a more understandable format, but there are not any empirically tested guidelines that consider the cognition and perception abilities of humans. This paper therefore explores how specific visual designs applied to column graphs influence effectiveness and efficiency by applying a technique that makes the process of perception transparent: the technology of eye tracking. The tested design elements show significant results and allow the deduction of the following design guidelines for column graphs: do not use a 3D view for depicting two dimensional data, do not use non-zero or broken axes, do show label values, do not use horizontal gridlines or the label axis when showing label values and do align the label values depending on the available space (either horizontally or vertically). 

 

Published at Proceedings of VSCG 2014.


Deriving a holistic cognitive fit model for an optimal visualization of data for management decisions

Research shows that managerial decision making is directly correlated to both, the swift availability, and subsequently the ease of interpretation of the relevant information. Visualizations are already widely used to transform raw data into a more understandable format and to compress the constantly growing amount of information produced. However, research in this area is highly fragmented and results are contradicting. This paper proposes a preliminary model based on an extensive literature review including top current research on cognition theory. Furthermore an early stage validation of this model by experimental research using structural equation modeling is presented. The authors are able to identify task complexity as one of the most important predicting variables for information perception of visual data, however, other influences are significant as well (data density, domain expertise, working memory capacity and subjective visual complexity).

 

Published in: Proceedings of PLS User Conference 2015.


Reporting Design – A systematic literature review

Due to the fact, that the quality of decisions is directly linked to the availability and the perception of information, its selection and representation are of major importance in business communication. The purpose of this paper is to identify the current status quo of existing research in the field of information design in business reports (reporting design) in order to cluster empirical contributions and to generate new findings. A systematic literature review consisting of 48 international studies published between 2003 and 2013 was conducted. The extended cognitive fit model from Shaft and Vessey (2006) serves as a research framework. The analysis of its four main perspectives: “External Problem Representation”, “Internal Problem Representation”, “Problem-Solving Task” and “Mental Representation” revealed the following eight literature streams: (1) Tables versus Graphs, (2) Analyses of annual reports, (3) Reporting Guidelines, (4) Knowledge and Skills, (5) Task Type, (6) Task Complexity, (7) Working Memory and Memory Affection, and (8) Information Overload. Based on this literature review a research agenda was developed.

 

Published in Journal of Finance and Risk Perspectives.


Cognitive Differences and their Impact on Information Perception: An Empirical Study Combining Survey and Eye Tracking Data

Research shows that the quality of managerial decision making is dependent on both the availability and the interpretation of information. Visualizations are widely used to transform raw data into a more understandable format and to compress the constantly growing amount of information being produced. However, research in this area is highly fragmented and results are contradicting. A possible explanation for inconsistent results is the neglect of individual characteristics such as experience, working memory capacity, or cultural background. We propose a preliminary model based on an extensive literature review on cognition theory that sheds light on potential individual antecedents of information processing efficiency. Our preliminary results based on eye tracking, automated span tasks, as well as survey data show that domain expertise, spatial ability and long term orientation exert a significant influence on this cognitive construct.

 

Published in Proceedings of the NeuroIS2015.