Funktionsweise von Eye Tracking

 

Eye Tracking ist ein Instrument, um den Prozess der Informationswahrnehmung besser zu verstehen und nachzuweisen, ob dieser qualitativ verbessert wird. Mit Eye Tracking können unterschiedliche Visualisierungen auf ihre Eignung hin überprüft und im Vergleich als besser oder schlechter identifiziert werden. Eye Tracking zeichnet dabei auf, wie Menschen Informationen mit dem Auge scannen.

 

Da Sehen und Verstehen in diesem Zusammenhang sehr eng miteinander verknüpft sind, kann man daraus Rückschlüsse über die Güte der Informationsvisualisierung ableiten. Damit bleibt die Wahrnehmung nicht mehr länger eine Black Box, sondern die Aufzeichnungen liefern uns wichtige Hinweise für eine wahrnehmungsoptimierte Aufbereitung.

Eye Tracking wird bereits in einer Vielzahl von Disziplinen eingesetzt um das menschliche Handeln zu erforschen. Vom Einkaufsverhalten im Supermarkt um Rückschlüsse auf die bestmögliche Positionierung von Produkten zu erhalten über Sportwissenschaften zur Analyse der optimalen Performance im Detail bis hin zu Produktionsoptimierung durch bessere Positionierung wesentlicher Tools am Arbeitsplatz. Eye Tracking liefert einen wesentlichen Beitrag zu all diesen Forschungsbereichen und wird deshalb so gerne eingesetzt, weil man damit zumindest auswerten kann welche Informationen tatsächlich als Input für Denk- und Entscheidungsprozesse herangezogen werden. Die Augen sind damit sozusagen das Fester zu den dahinterliegenden Prozessen, die man eigentlich erforschen und analysieren will.

 

Eye Tracking hilft dabei, Blickverläufe aufzuzeichnen und zu analysieren. Damit wird untersucht, welche Bereiche einer Grafik oder Tabelle von Probanden in welcher Reihenfolge und mit welcher Betrachtungsdauer wahrgenommen werden und welche Bereiche unberücksichtigt bleiben. Aus den Blickaufzeichnungen und mithilfe zusätzlicher Fragen zum getesteten Report kann ermittelt werden, welche Darstellungsmöglichkeiten sich als geeignet bzw. ungeeignet herausstellen. Zusätzlich sollte ein optimal gestalteter Bericht nicht nur rasch und fehlerfrei lesbar sein, sondern auch in seiner Optik überzeugen.

 

Die Forschung der FH Steyr in Kooperation mit KPMG und pmOne befasst sich mit der bestmöglichen Informationsvisualisierung als Entscheidungsunterstützung. Dabei ziehen wir drei zentrale Kriterien für die Beurteilung von Visualisierungen heran: Effektivität, Effizienz und Attraktivität.

Angestrebt wird ein Optimum aus allen drei Dimensionen, wobei eine klare Hierarchie besteht. Effektivität ist das wichtigste Kriterium, da es nicht zielführend ist eine falsche Information möglichst rasch wahrzunehmen. Das zweite Kriterium ist die Zeit. Big Data und die begrenzte Zeit der Manager drängen zu einer schnellen Informationsaufnahme. Und als drittes Kriterium dient die Attraktivität, welche die Akzeptanz deutlich erhöht. Ein gut gestalteter Bericht sollte nämlich nicht nur wahrnehmungsoptimiert sein, sondern auch optischen Ansprüchen genügen. Erfahrung zeigt, dass ein Bericht der fehlerfrei und schnell interpretiert werden kann, auch gleichzeitig dem Kriterium der Attraktivität der Testteilnehmer Rechnung trägt.

Funktionsweise - Eye-Tracking

Kriterien für die Beurteilung von Visualisierungen